Gesellschaft der Freunde der bildenden K√ľnste

STATUTEN DES VEREINS

„GESELLSCHAFT DER FREUNDE DER BILDENDEN K√úNSTE“ (KUNSTFREUNDE)
Stand: November 2002 mit Ergänzungen 2012 und 2018

§ 1 Name und Sitz des Vereins

  1. Der Vereinsname lautet: ‚ÄěGesellschaft der Freunde der bildenden K√ľnste‚Äú (Kunstfreunde).
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Wien.

§ 2 Zweck des Vereins

  1. Der Verein hat sich die F√∂rderung der bildenden K√ľnste in √Ėsterreich sowie Forschungs- und
    Lehraufgaben auf diesem Gebiet zum Ziel gesetzt. Seine Tätigkeit ist nicht gewinnorientiert.
  2. Zur Verwirklichung dieses Ziels wird der Verein eng mit der Akademie der bildenden K√ľnste Wien, dem Museum Moderner Kunst, der Albertina, sowie anderen Museen zusammenarbeiten, ferner K√ľnstler f√∂rdern und das Kunstverst√§ndnis in der √∂sterreichischen Bev√∂lkerung zu st√§rken. Diese Aktivit√§ten werden seit Gr√ľndung des Vereines gemeinn√ľtzig im Sinne der BAO und ohne Gewinnerzielungsabsicht verfolgt.

§ 3 Materielle Mittel
Die zur Erreichung des Zwecks des Vereines erforderlichen materiellen Mittel werden aufgebracht durch:

  1. Mitgliedsbeiträge,
  2. Beitr√§ge aus Veranstaltungen, Vortr√§gen und Museumsbesuchen im In- und Ausland sowie Herausgabe wissenschaftlicher und k√ľnstlerischer Werke,
  3. Spenden.

§ 4 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder des Vereines haben folgende Rechte:
    1. Sitz und Stimme in der Generalversammlung,
    2. aktives und passives Wahlrecht,
    3. das Recht, in der Generalversammlung Anträge zu stellen,
  2. Die Mitglieder des Vereines haben folgende Pflichten:
    1. Unterst√ľtzung und F√∂rderung des Vereinsziels,
    2. Wahrung des Ansehens des Vereins,
    3. p√ľnktliche Entrichtung des Mitgliedsbeitrages.

§ 5 Beginn und Ende der Mitgliedschaft

  1. Die Aufnahme der Mitglieder erfolgt durch den Vorstand √ľber Vorschlag eines Vereinsmitglieds.
    Die Ablehnung von Aufnahmeantr√§gen bedarf keiner Begr√ľndung. Auch juristische Personen k√∂nnen, bei erh√∂htem Mitgliedsbeitrag, Mitglieder sein.
  2. Die Mitgliedschaft erlischt durch:
    1. Ableben bzw. bei juristischen Personen durch ihre Auflösung,
    2. freiwilligen Austritt,
    3. Ausschluss.
  3. Der freiwillige Austritt aus dem Verein ist dem Vorstand schriftlich, spätestens drei Monate vor Ablauf des Vereinsjahres (Kalenderjahr) anzuzeigen.
  4. Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann durch den Vorstand erfolgen:
    1. wegen unehrenhafter oder schuldhafter Handlungen, die gegen die Interessen des Vereins gerichtet sind,
    2. wegen grober Verletzung der Mitgliedspflicht,
    3. wenn ein Mitglied trotz zweimaliger Mahnung mit dem Mitgliedsbeitrag
      in R√ľckstand geblieben ist.

    Der erfolgte Ausschluss wird dem ausgeschlossenen Mitglied schriftlich mitgeteilt.

  5. Ausgeschiedene Mitglieder haben weder auf die R√ľckerstattung von Mitgliedsbeitr√§gen noch auf das Vereinsverm√∂gen Anspruch.

§ 6 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind:

  1. die Generalversammlung,
  2. der Vorstand,
  3. das Schiedsgericht,
  4. die Rechnungspr√ľfer.

§ 7 Die Generalversammlung

  1. Die ordentliche Generalversammlung ist längstens alle 2 Jahre einzuberufen.
  2. Eine au√üerordentliche Generalversammlung kann √ľber Vorstandsbeschluss einberufen werden, wenn dies die Vereinsgesch√§fte erfordern.
  3. Die Generalversammlung w√§hlt den Vorstand und die Rechnungspr√ľfer.
  4. Der Generalversammlung obliegt die Beratung und Beschlussfassung √ľber die vom Vorstand vorgelegten Antr√§ge.
  5. G√ľltige Beschl√ľsse k√∂nnen nur zur Tagesordnung gefasst werden.
  6. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit von mindestens einem Drittel der Mitglieder beschlussf√§hig. Ist die erforderliche Zahl nicht erschienen, so kann √ľber die in der Tagesordnung angek√ľndigten Gegenst√§nde nach Abwarten einer viertel Stunde ohne R√ľcksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
  7. Den Vorsitz f√ľhrt der Pr√§sident des Vorstands, in dessen Verhinderung ein Vizepr√§sident (sind mehrere Vizepr√§sidenten anwesend, f√ľhrt den Vorsitz der in der alphabetischen Reihenfolge der Namen der Vizepr√§sidenten zuerst Genannte, bei dessen Verhinderung der Zweitgenannte, usw.). Sollten diese an der Teilnahme verhindert sein, w√§hlt die Generalversammlung aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden.
  8. Ergibt sich f√ľr einen Antrag Stimmengleichheit, so ist die Abstimmung zu wiederholen; bei neuerlicher Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

§ 8 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus:
    1. dem/der Präsidenten/in,
    2. den Vizepräsidenten/innen,
    3. maximal 30 weiteren Vorstandsmitgliedern,
    4. dem/der Generalsekretär/in.
  2. Der jeweilige Rektor der Akademie der bildenden K√ľnste Wien bekleidet den Posten des Vizepr√§sidenten von Amts wegen.
    Der Vorstand wählt aus seinen Reihen einen Kassier.
  3. Der Vorstand bestellt einen/eine Generalsekretär/in, den/die er mit der
    F√ľhrung der laufenden Gesch√§fte beauftragen kann.
  4. Die Funktionsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt 4 Jahre. Eine
    Wiederwahl ist möglich.
  5. Die Vorstandssitzungen werden vom Präsidenten einberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 1/4 der Vorstandsmitglieder erschienen oder vertreten ist. Vorsitzender der Vorstandssitzungen ist der Präsident, in dessen Verhinderung ein Vizepräsident.
  6. Zur G√ľltigkeit von Beschl√ľssen des Vorstandes gen√ľgt die einfache Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
  7. Der Pr√§sident kann Beschl√ľsse auch im Umlaufweg einholen.

§ 9 Vertretung nach außen

  1. Der Verein wird nach außen vom Präsidenten des Vorstandes bzw. im Verhinderungsfall von einem Vizepräsidenten vertreten.
  2. Insoweit die laufende Gesch√§ftsf√ľhrung Beschl√ľsse erfordert, werden diese vom Generalsekret√§r in Abstimmung mit dem Pr√§sidenten, einem Vizepr√§sidenten oder dem Kassier getroffen und anschlie√üend umgehend den anderen, zuvor Genannten, mitgeteilt.

¬ß 10¬†Rechnungspr√ľfer

Die Generalversammlung w√§hlt zwei Rechnungspr√ľfer. Deren Funktionsdauer betr√§gt 2 Jahre, eine Wiederwahl ist m√∂glich. Die Rechnungspr√ľfer d√ľrfen in alle Beschlussunterlagen und in das Rechnungswesen Einblick nehmen. Sie pr√§sentieren die Rechnungsabschl√ľsse vor der Generalversammlung, nachdem sie sie gepr√ľft haben. Sie k√∂nnen sich einer fachkundigen Hilfsperson bedienen.

§ 11 Schiedsgericht

  1. In allen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis entscheidet ein Schiedsgericht.
  2. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei Vereinsmitgliedern zusammen, von denen jeweils eines von jedem der beiden Streitteile namhaft zu machen ist. Diese zwei Mitglieder w√§hlen ein drittes Vereinsmitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Kommt keine Einigung bez√ľglich des Vorsitzenden zustande, so entscheidet unter den f√ľr diese Funktion vorgeschlagenen Personen das Los.
  3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit.
  4. Entscheidungen des Schiedsgerichts sind endg√ľltig.

§ 12 Freiwillige Auflösung des Vereins

  1. Die freiwillige Aufl√∂sung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen g√ľltigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Die Generalversammlung hat – sofern Vereinsverm√∂gen vorhanden ist – √ľber die Abwicklung zu beschlie√üen. Insbesondere hat sie den Pr√§sidenten des Vorstandes zum Abwickler zu berufen und Beschluss dar√ľber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsverm√∂gen zu √ľbertragen hat.
  3. Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen.
  4. Bei Aufl√∂sung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen beg√ľnstigten Vereinszwecks ist das nach Abdeckung der Passiva verbleibende Vereinsverm√∂gen, jedenfalls f√ľr gemeinn√ľtzige, mildt√§tige oder kirchliche Zwecke im Sinne der ¬ß¬ß 34 ff Bundesabgabenordnung (BAO) zu verwenden.
    Zu diesem Zweck ist das verbleibende Vereinsverm√∂gen zu gleichen Teilen der Akademie der bildenden K√ľnste Wien, dem Museum Moderner Kunst und der Albertina zuzuf√ľhren, wenn diese die Voraussetzungen f√ľr die Zuerkennung von steuerlichen Beg√ľnstigung gem√§√ü den ¬ß¬ß 34 ff BAO erf√ľllen, was diese durch die Vorlage einer aktuellen Best√§tigung des daf√ľr zust√§ndigen Finanzamtes nachzuweisen haben. Sollten die Akademie der bildenden K√ľnste Wien, das Museum Moderner Kunst und die Albertina im Zeitpunkt der durch die Aufl√∂sung des Vereins oder den Wegfall des bisherigen beg√ľnstigten Vereinszwecks n√∂tigen Verm√∂gensabwicklung nicht mehr existieren, nicht mehr die Voraussetzungen der Steuerbeg√ľnstigung gem√§√ü den ¬ß¬ß 34 ff BAO erf√ľllen, oder aus sonstigen Gr√ľnden die √úbergabe des Verm√∂gens nicht im Sinne obiger Ausf√ľhrungen m√∂glich sein, ist das verbleibende Vereinsverm√∂gen anderen gemeinn√ľtzigen, mildt√§tigen oder kirchlichen Zwecken gem√§√ü den ¬ß¬ß 34 ff BAO zuzuf√ľhren. Soweit m√∂glich und erlaubt, soll es dabei Institutionen zufallen, die gleiche oder √§hnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgen.